Vorplatz der Basilika Sacré-Cœur, ein atemberaubender Blick auf Paris
Der Vorplatz der Basilika Sacré-Cœur ist oft eine Station, entweder um nach dem Aufstieg auf den Hügel wieder zu Atem zu kommen, oder einfach um die Aussicht auf Paris zu bewundern, oder auch vor dem Besuch der Basilika Sacré-Cœur.
Der Vorplatz der Basilika Sacré-Cœur: eine Pause vor dem Haupteingang der Basilika
Die Basilika ist fast genau nach Süden ausgerichtet. Tatsächlich blicken der Vorplatz und die Basilika auf Notre-Dame von Paris. Das ist kein Zufall, denn die Basilika ist ein Heiligtum, das Jesus geweiht ist, während Notre-Dame der Muttergottes Maria gewidmet ist. Die beiden Bauwerke wenden sich einander aus der Ferne zu.
Panoramablick auf Paris vom Vorplatz der Basilika Sacré-Cœur
Zwar ist der Panoramablick auf Paris vom Vorplatz nicht der spektakulärste der Hauptstadt. Der Blick von der Spitze des Arc de Triomphe ist zum Beispiel noch eindrucksvoller, aber vom Vorplatz des Sacré-Cœur aus kann man auch die Südseite der Basilika und ihre Reiterstatuen bewundern … und das ganz entspannt von den Stufen aus, wenn das Treiben es zulässt.
Der Vorplatz des Sacré-Cœur und die Straßenkünstler
Der Zustrom von Touristen lockt nämlich viele Straßenkünstler an, ob Profis oder Amateure, wie Jongleure, Marionettenspieler oder fliegende Händler.
Der romano-byzantinische Stil der Basilika und ihre besonderen weißen Steine
Im Gegensatz zu den mittelalterlichen Kirchen (wie dem gotischen Stil von Notre-Dame de Paris, 1163–1240) orientiert sich dieser Stil an Vorbildern wie der Hagia Sophia in Konstantinopel, der Basilika San Marco in Venedig oder der Basilika in Ravenna.
Die Außensteine, genannt „Château-Landon“, stammen aus dem Steinbruch von Souppes in der Seine-et-Marne. Sie zeichnen sich durch ihre besondere Härte, feine Körnung und die Eigenschaft aus, durch Regenwasser weiß zu werden.
Maße der Basilika, der Kuppel und des Doms
Basilika: Länge 85 Meter – Breite 35 Meter
Kuppel: Höhe 83 Meter
Dom: Höhe 55 Meter, Durchmesser 16 Meter
Von der Vorhalle der Basilika aus bietet sich ein Panoramablick über die gesamte Stadt Paris. Ein Aufstieg zum Dom, der über 200 Meter hoch ist, ermöglicht den Blick auf eine Landschaft, die sich bis zu 50 Kilometer in alle Richtungen erstreckt. Damit ist er nach dem Eiffelturm (der übrigens 1889 erbaut wurde!) der höchste Punkt von Paris.
Kirche und Basilika Sacré-Cœur
Bei ihrer Weihe erhielt die Kirche den Titel einer Basilika und wurde so zu einem Pilgerort.
Das Herz Christi wird im Geheimnis der Eucharistie (Messe) verehrt. Das Gebet der Anbetung ist sowohl Vorbereitung als auch Fortsetzung des eucharistischen Mysteriums.
Es ist ein Gebet der Bitte und Fürbitte für die Kirche und die Welt. Seit 1885 beten Gläubige – Männer, Frauen und Kinder aus allen Lebensbereichen – ununterbrochen in der Basilika, Tag und Nacht. Dieses Gebet ist die Mission, die die Basilika bei ihrer Weihe erhalten hat: eine ständige Fürbitte für die Kirche und die Welt.
Das Innere der Basilika Sacré-Cœur
Die ebenfalls im romano-byzantinischen Stil gestaltete Innenarchitektur verleiht diesem „Haus Gottes“ eine Atmosphäre der Harmonie und des Friedens. Das Licht und die architektonischen Details lenken den Blick zum Chor, dem Ort der liturgischen Feiern und der Anbetung des Allerheiligsten Sakraments.
Das große Mosaik wurde zwischen 1900 und 1922 geschaffen.
Die zwischen 1903 und 1920 eingesetzten Glasfenster wurden 1944 durch Bombenangriffe zerstört und 1946 wiederhergestellt.
Die große Orgel ist ein Werk von Cavaillé-Coll.