Museum Cognacq-Jay, eine außergewöhnliche Sammlung von Kunstwerken des 18. Jahrhunderts

Museum Cognacq-Jay, eine außergewöhnliche Sammlung von Kunstwerken des 18. Jahrhunderts

Das Musée Cognacq-Jay ist im Hôtel de Donon, in der 8, rue Elzévir im 3. Arrondissement von Paris untergebracht. Es ist das Museum der Sammler Ernest Cognacq und seiner Ehefrau.
Ernest Cognacq und seine Ehefrau – weit mehr als die Gründer des Bon Marché
Während seines gesamten Lebens trug Ernest Cognacq über 1.200 europäische Kunstwerke zusammen, die den Geschmack des 18. Jahrhunderts widerspiegeln. Diese Sammlung diente zunächst zur Ausstattung des Bon Marché, das sich von einem einfachen Laden im Jahr 1870 zu einem der größten und berühmtesten Kaufhäuser von Paris entwickelte und 2005 geschlossen wurde.
Die Sammlungen des Musée Cognacq-Jay und das Hôtel de Donon
Das Musée Cognacq-Jay vereint Kunstwerke des 18. Jahrhunderts, die zwischen 1900 und 1927 von Ernest Cognacq, dem Gründer des Kaufhauses La Samaritaine, und seiner Ehefrau Marie-Louise Jay erworben wurden. Es vermittelt zudem die Atmosphäre eines Pariser Stadtpalais aus dem Zeitalter der Aufklärung mit seinen Innenflügeln, dem Saal Wagram, dem Salon mit *Dianas Rückkehr als Jägerin* von François Boucher sowie dem Ausstellungsraum unter dem Dach.

Das Hôtel de Donon, ein eleganter Adelspalast aus dem 16. Jahrhundert, der zwischen Innenhof und Garten eingebettet ist, beherbergt diese außergewöhnliche Sammlung von Kunstwerken des 18. Jahrhunderts: Gemälde von Boucher, Chardin und Fragonard, Zeichnungen von Watteau, Skulpturen, signierte Möbel und kostbare Gegenstände (Schmuck, Schnupftabakdosen, Meißner Porzellan u. a.). Ernest Cognacq und seine Ehefrau Louise Jay, Gründer des Kaufhauses La Samaritaine, vermachten diese Sammlungen 1928 der Stadt Paris.

Die Stadt Paris wurde damit zur Erbin ihrer Kunstsammlung des 18. Jahrhunderts sowie eines Gebäudes am Boulevard des Capucines 25 in Paris, das zur Unterbringung der Sammlung bestimmt war. Das Musée Cognacq-Jay wurde am 4. Juni 1929 vom französischen Staatspräsidenten Gaston Doumergue eröffnet.

Am 27. Juni 1988 schloss das Museum seine Türen, und die Sammlungen wurden in das im Marais gelegene, eigens dafür restaurierte Hôtel de Donon überführt. Das Museum öffnete am 18. Dezember 1990 wieder für die Öffentlichkeit.

Das im historischen Marais-Anwesen untergebrachte Musée Cognacq-Jay bietet zudem ein Ausstellungsprogramm, das dem besseren Verständnis der französischen Gesellschaft und Kunst des 18. Jahrhunderts gewidmet ist.

Besonders empfehlenswert sind auch die Räume mit Kunstgegenständen des 18. Jahrhunderts im Louvre.