Hôtel-Carnavalet – Museum des Pariser Lebens, Erinnerung an Paris in einzigartiger Atmosphäre

Das Musée Carnavalet – Geschichte von Paris ist das städtische Museum der französischen Hauptstadt, das sich der Geschichte der Stadt von ihren Anfängen bis heute widmet. Es befindet sich im historischen Viertel Le Marais und öffnete 1880 seine Pforten. Es umfasst zwei stattliche Stadthäuser aus dem 16. (Hôtel Carnavalet) und 17. Jahrhundert (Hôtel Le Peletier de Saint-Fargeau).
Das Musée Carnavalet – Geschichte von Paris: zwei Häuser für ein Museum
Das Hôtel Carnavalet hatte seit seinem Bau zwischen 1548 und 1560 etwa ein Dutzend Besitzer, darunter François de Kernevenoy, genannt de Carnavalet (1537–1571), der aus der Bretagne stammte. Daher rührt auch der Name des Museums.
Doch das Musée Carnavalet – Geschichte von Paris beherbergt auch das benachbarte Hôtel Le Peletier de Saint-Fargeau, das in den 1690er-Jahren vom Architekten Pierre Bullet in einem schlichteren Stil erbaut wurde. Es besticht durch eine außergewöhnliche architektonische Besonderheit: die große Treppe mit ihrem Geländer aus gegossenem und ziseliertem Gusseisen – und nicht aus Schmiedeeisen – stellt eine technische Meisterleistung dar, die im 19. Jahrhundert nicht wiederholt wurde. Erst 1989 wurde es nach umfangreichen Renovierungsarbeiten durch eine Brücke mit dem Hôtel Carnavalet verbunden.
Das Musée Carnavalet – Geschichte von Paris nach der Renovierung (2016 bis 2021)
Die besuchbaren Räumlichkeiten verteilen sich auf beide Stadthäuser und umfassen eine Fläche von 3.900 m², was einem Rundgang von 1,5 km entspricht. Hinzu kommen Säle für Wechselausstellungen (360 m²).

3.800 Werke und Objekte werden in den ständigen Sammlungen ausgestellt. Das Museum bewahrt insgesamt 610.000 Objekte auf.
Die eigenen Sammlungen des Museums und ihre Präsentation Die sich ergänzenden Sammlungen erzählen eine einzigartige Geschichte und bewahren das Gedächtnis von Paris. Der Geist des Ortes fördert einen Besuch voller Erlebnisse und Emotionen.

In diesem herausragenden architektonischen Rahmen entdecken Sie die umfangreichen Sammlungen des Museums: gallo-römische und mittelalterliche Archäologie, Erinnerungsstücke an die Französische Revolution, Gemälde, Skulpturen, Möbel und Kunstgegenstände. Ein besonderes Highlight der Besichtigung ist auch die Entdeckung des Orangeriesaals, der 2000 vollständig restauriert wurde und nun für kulturelle, wissenschaftliche und kooperative Veranstaltungen genutzt wird.

Seine Sammlungen zur Französischen Revolution sind berühmt, und seine Bestände an Grafiken, Münzen und Medaillen gehören zu den bedeutendsten und bemerkenswertesten in Frankreich.
Die eigenen Sammlungen des Musée Carnavalet – Histoire de Paris umfassen:

2.800 Gemälde
2.000 Skulpturen
300.000 Drucke
150.000 Fotografien
800 Möbelstücke
50.000 Münzen
200 Schilder

Besonders hervorzuheben ist, dass von den 140 Ausstellungsräumen 34 als historische Räume gestaltet sind, vor allem aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Diese Räume, manchmal auch „Zeiträume“ genannt, gehören zu den beliebtesten Attraktionen des Museums.

Im „Hôtel Le Peletier“-Bereich des Museums befinden sich einige der berühmtesten Säle: der Festsaal des Hôtel de Wendel, den der spanische Künstler José-Maria Sert zwischen 1924 und 1925 gestaltete, das kleine Café-de-Paris-Salon, entworfen von Henri Sauvage (1899), und die Bijouterie Fouquet, ein Werk des berühmten tschechischen Künstlers Alfons Mucha (1901).

Hier wurde auch das Zimmer von Marcel Proust rekonstruiert, sowie das Porträt von Juliette Récamier von François Gérard (1805). Dieses Gemälde gilt seit dem 19. Jahrhundert – ob zu Recht oder zu Unrecht – als das schönste des Musée Carnavalet – Histoire de Paris.

Bis zur Eröffnung des Forschungs- und Studienzentrums (geplant für 2022), das der Öffentlichkeit den Zugang zu mehreren hunderttausend Werken und Objekten ermöglichen wird, sind die nicht ständig ausgestellten Sammlungen größtenteils online über das regelmäßig aktualisierte Sammlungsportal einsehbar.
Aufteilung der Sammlungen: die Abteilungen des Musée Carnavalet – Histoire de Paris

Vorgeschichte (Paris vor Paris) und Antike (das gallische Volk der Parisii und die gallo-römische Zeit).
Seit dem Jahr 2000 werden diese archäologischen Sammlungen zur Vorgeschichte, Antike und frühen Mittelalter in der Orangerie des Hôtel Le Peletier de Saint-Fargeau präsentiert, und seit 2021 auch in den Kellerräumen des Hôtel Carnavalet. Diese Exponate stellen jedoch nur einen winzigen Ausschnitt der reichen Bestände dar, die in den Depots des Museums aufbewahrt werden.
Paris im Mittelalter und in der Renaissance
Paris in den Jahrhunderten des 17. und 18. Jahrhunderts. Besonders hervorzuheben sind zahlreiche Gegenstände, die mit der Schriftstellerin Madame de Sévigné verbunden sind, die von 1664 bis 1694 im Hôtel Carnavalet lebte.
Die Französische Revolution. Das Musée Carnavalet – Histoire de Paris besitzt eine sehr umfangreiche Sammlung zur Französischen Revolution von 1789.
Paris vom 19. bis zum 21. Jahrhundert

Die archäologische Krypta auf der Île de la Cité
Die 1980 erbaute Krypta ist seit dem Jahr 2000 dem Musée Carnavalet – Histoire de Paris angegliedert. Sie zeigt die archäologischen Funde in aufeinanderfolgenden Schichten von der Antike bis ins 19. Jahrhundert.

Diese Entdeckungen wurden bei Ausgrabungen gemacht, die zwischen 1965 und 1972 vom Archäologen Michel Fleury unter dem Vorplatz von Notre-Dame de Paris während der Errichtung eines Parkhauses durchgeführt wurden.
Hier finden regelmäßig große Ausstellungen statt.
Das Musée de l’Hôtel Carnavalet zeigt anspruchsvolle Ausstellungen zu vielfältigen Themen, in denen es sich als Spezialist erweist: Erinnerungsstücke an die Französische Revolution, historische Gemälde, Skulpturen, Möbel und Innenausstattungen des 17. und 18. Jahrhunderts, Kunstgegenstände, Stiche usw.

Als Geschichtsmuseum von Paris bewahrt und präsentiert das Musée Carnavalet auch Sammlungen zur Kunst- und französischen Geschichte.
Die Entwicklung des Musée de l’Hôtel Carnavalet
Besonderes Augenmerk wurde zudem auf die Öffnung zur Gegenwart (Präsentation von Werken des 20. und 21. Jahrhunderts), die Modernisierung der Vermittlungsformen (mit rund 150 multimedialen und transmedialen Inhalten) sowie die Barrierefreiheit für alle Besucher gelegt (10 % der Werke sind auf Kinderhöhe präsentiert).