Vorplatz der Basilika Sacré-Cœur, ein atemberaubender Blick auf Paris

Vorplatz der Basilika Sacré-Cœur, ein atemberaubender Blick auf Paris

Der Vorplatz der Basilika Sacré-Cœur ist oft ein Zwischenstopp – sei es, um nach dem Aufstieg auf den Hügel wieder zu Atem zu kommen, einfach die Aussicht auf Paris zu genießen oder bevor man die Basilika selbst besucht.
Der Vorplatz der Basilika Sacré-Cœur: eine Pause vor dem Haupteingang der Basilika
Die Basilika ist fast genau nach Süden ausgerichtet. Tatsächlich blicken der Vorplatz und die Basilika auf Notre-Dame von Paris. Das ist kein Zufall, denn die Basilika ist ein Heiligtum, das Jesus geweiht ist, während Notre-Dame seiner Mutter Maria gewidmet ist. Die beiden Bauwerke blicken sich so aus der Ferne an.
Panoramablick auf Paris vom Vorplatz der Basilika Sacré-Cœur Zugegeben, der Panoramablick auf Paris vom Vorplatz ist nicht der spektakulärste der Stadt. Der Blick vom Arc de Triomphe ist zum Beispiel noch eindrucksvoller, aber vom Vorplatz des Sacré-Cœur aus kann man auch die Südseite der Basilika mit ihren Reiterstatuen bewundern – und das in Ruhe auf den Stufen, wenn die Menschenmenge es zulässt.
Der Vorplatz des Sacré-Cœur und die Straßenkünstler Denn der Zustrom von Touristen lockt viele Straßenkünstler an, ob Profis oder Amateure – Jongleure, Marionettenspieler oder fliegende Händler.

Diese Veranstaltungen finden vor allem auf dem Vorplatz statt, aber auch in den Straßen des oberen Montmartre. Der Vorplatz und das Äußere der Basilika Der Architekt der Basilika ist Paul ABADIE, doch sechs Architekten haben nacheinander gearbeitet, um das Bauwerk in fünfzig Jahren fertigzustellen. Der Grundstein wurde 1875 gelegt, doch Fundamentprobleme verzögerten den Baubeginn der Krypta bis 1878 und der Basilika bis 1881. 1914 war alles für die Weihe bereit – einschließlich des Glockenturms mit der „Savoyarde“, einer 19 Tonnen schweren Glocke –, doch der Erste Weltkrieg (1914–1918) verschob die Zeremonie auf den 16. Oktober 1919. Das Bauwerk wurde offiziell 1923 fertiggestellt, als auch die Innenausstattung, darunter die Mosaike des Chors, vollendet war. In den 1930er-Jahren begann man mit dem Bau der Nebengebäude, der Sakristei, Büros und eines Schlafraums für Pilger. Die Basilika wurde erst nach dem Zweiten Weltkrieg vollendet, als die Bombenangriffe die Fenster zerstörten. „Insgesamt hat die Baustelle sechsmal mehr gekostet als geplant und über ein halbes Jahrhundert gedauert.“
Der romano-byzantinische Stil der Basilika und ihre besonderen weißen Steine
Im Gegensatz zu den mittelalterlichen Kirchen (wie dem gotischen Stil von Notre-Dame de Paris, 1163–1240) orientiert sich dieser Stil an Vorbildern wie der Hagia Sophia in Konstantinopel, der Basilika San Marco in Venedig oder der Basilika in Ravenna.
Die äußeren Steine, genannt „Château-Landon“, stammen aus dem Steinbruch von Souppes in Seine-et-Marne. Sie zeichnen sich durch ihre besondere Härte, feine Körnung und die Eigenschaft aus, durch Regenwasser weiß zu werden.
Maße der Basilika, der Kuppel und des Doms
Basilika: Länge 85 Meter – Breite 35 Meter
Kuppel: Höhe 83 Meter
Dom: Höhe 55 Meter, Durchmesser 16 Meter
Vom Vorplatz der Basilika aus bietet sich ein Panoramablick über die gesamte Stadt Paris. Ein Aufstieg zum Dom, der über 200 Meter hoch ist, ermöglicht einen Blick über eine Landschaft, die sich bis zu 50 Kilometer in alle Richtungen erstreckt. Damit ist er nach dem Eiffelturm (der übrigens 1889 erbaut wurde!) der höchste Punkt von Paris.
Kirche und Basilika Sacré-Cœur
Bei ihrer Weihe erhielt die Kirche den Titel einer Basilika und wurde so zu einem Pilgerort.
Das Herz Christi wird im Geheimnis der Eucharistie (Messe) verehrt. Das Gebet der Anbetung ist sowohl eine Vorbereitung als auch eine Fortsetzung des eucharistischen Mysteriums.

Es ist ein Gebet der Bitte und Fürbitte für die Kirche und die Welt. Seit 1885 wechseln sich Gläubige – Männer, Frauen und Kinder aus allen Schichten – in der Basilika ab, um ununterbrochen, Tag und Nacht, ein Gebet zu sprechen. Dieses Gebet ist die Mission, die die Basilika bei ihrer Weihe erhielt: eine ständige Fürbitte für die Kirche und die Welt.
Das Innere der Basilika Sacré-Cœur
Die ebenfalls im romanisch-byzantinischen Stil gestaltete Innenarchitektur verleiht diesem „Haus Gottes“ eine Atmosphäre der Harmonie und des Friedens. Das Licht und die architektonischen Details lenken den Blick zum Chor, dem Ort der liturgischen Feiern und der Anbetung des Allerheiligsten.
Das große Mosaik wurde zwischen 1900 und 1922 geschaffen.
Die zwischen 1903 und 1920 eingesetzten Glasfenster wurden bei den Bombenangriffen von 1944 zerstört und 1946 wiederhergestellt.
Die große Orgel stammt von Cavaillé-Coll.