Galerie Montmartre, Place du Tertre in Montmartre
Die Galerie Montmartre präsentiert und fördert zeitgenössische Künstler mit einer einzigartigen Vision und stellt sie den großen Meistern der Kunst gegenüber.
Die meistbesuchte Kunstgalerie im Viertel Montmartre
Wenn die Galerie Montmartre zweifellos die meistbesuchte Kunstgalerie im Viertel Montmartre ist, so bleibt sie vielleicht eine der weniger bekannten unter den Einwohnern Montmartres. Und genau darin liegt das Paradox der Place du Tertre, wo viele noch immer überzeugt sind, hier gebe es nur billige und minderwertige Kopien.
In der Galerie Montmartre ist das ganz anders: Seit 2004 zeigt der Ort renommierte zeitgenössische Künstler – dank eines Teams, das entschlossen ist, sich unter den Großen des Kunstmarkts zu etablieren.
Gründung der Galerie Montmartre
Gegründet 2004 vom Team des Dalí Paris, erhielt sie erst 2016 durch den Direktor Alex Doppia neuen Schwung. Als Ausstellungsmacher und Händler für zeitgenössische Kunst holte er 2020 seinen Sohn Eliott ins Boot – nach einem Studium an Sciences Po und einer Handelsschule. Während des Lockdowns kam er seinem Vater, dem Galeristen, näher, und nach einem ersten Praktikum auf der Place du Tertre übertrug Alex ihm die Leitung.
Ein frischer Wind in der Galerie Montmartre
Ein frischer Wind, inspiriert von der Geschichte des Viertels: „Weil Montmartre etwas vom Paris der Kunst verkörpern muss. Manche sahen in uns die Erben einer sehr im 19. Jahrhundert verhafteten Kunst. Wir mussten uns daher einfügen, ohne zu schockieren, und gleichzeitig eine gewisse Modernität einbringen.“
Da das Viertel schon immer ein Treffpunkt für Künstler aus aller Welt war, zeigt die Galerie heute sowohl etablierte als auch aufstrebende Künstler – aus allen Teilen der Erde. Skulpturen des bosnischen Künstlers Mirsad Herenda stehen neben denen der Franzosen Michel Bassompierre und Bénédicte Dubart. Die Leinwände des Jemeniten Nasser Al-Aswadi, des Engländers Bruce Clarke und des Italieners Silvio Porzionato hängen neben denen des Meisters Salvador Dalí.
Ein außergewöhnlicher Standort auf der Place du Tertre
Dank ihrer Lage zieht sie bis zu 450 Besucher pro Tag an – oft Touristen, die ohne böse Absicht nicht immer zwischen einem Originalwerk im Wert von mehreren tausend Euro und einer minderwertigen Reproduktion unterscheiden können. Doch für sie ist es ein echtes Schnäppchen: Sie können die Galerie wie ein Museum besichtigen.
Doch das ist auch eine Herausforderung, denn unter ihnen befinden sich manchmal auch Käufer. Deshalb legt Eliott besonderen Wert auf die Begrüßung. Manchmal muss er diplomatisches Geschick beweisen, um klarzustellen, dass man hier – wie in einem Museum – nicht einfach ein Eis essen kommt. Zum Beispiel: „Es ist wichtig, dass die Galerie für alle offen bleibt, aber auch, dass die Besucher sie unter guten Bedingungen entdecken können.“
Temporäre Ausstellungen
Die Galerie Montmartre organisiert regelmäßig Sonderausstellungen zu bestimmten Themen oder Techniken. Nach Face to Face zwischen Gil Bruvel und Silvio Porzionato im April oder der kürzlichen Präsentation der jungen Künstlerin SKIMA wird im Herbst Patrick Rubinstein im Mittelpunkt stehen. Wenn Sie am Place du Tertre vorbeikommen, verpassen Sie nicht die Galerie Montmartre: Ihr rotes Schaufenster lohnt einen Besuch – besonders (und vor allem), wenn Sie aus Montmartre stammen.
Um Ihren Besuch in Montmartre abzurunden:
Eintrittskarten für das Musée de la Vie Romantique reservieren (in Pigalle, am Fuße des Montmartre-Hügels)