Galerie Madeleine
Der Durchgang verdankt seinen Namen der Nähe zur Kirche La Madeleine. Länge 53 m – Breite 4 m
Bau der Galerie de la Madeleine
Die Eröffnung der Galerie de la Madeleine ist mit derjenigen des Platzes Place de la Madeleine und dem Bau der Kirche verbunden.
Die Gesellschaft des Passage Jouffroy erwirbt das Grundstück an der Ecke der Rue Boissy d’Anglas.
Zwischen 1840 und 1845 erbaut und 1846 nach der Erweiterung des Platzes Place de la Madeleine eingeweiht, unterscheidet sich dieses monumentale Bauwerk von früheren Werken.
Der Architekt und der Jugendstil
Entworfen vom Architekten Théodore Charpentier, hebt sich dieses monumentale Bauwerk von früheren Werken ab.
Die beiden Fassaden sind sehr unterschiedlich: Auf der Seite der Madeleine rahmen zwei prächtige Karyatiden von Klagman den schönen Vordach des Haupteingangs ein, der zum Place de la Madeleine führt. Auf der Seite der Rue Boissy-d’Anglas fügt sich das Gebäude aus dem Jahr 1700 harmonisch in die Galerie ein: Der runde Torbogen passt sich an die schöne doppelte Fassade aus geschnitztem Holz an, die eine Loggia am Ende der Galerie bildet und aus deren Ursprungszeit stammt.
Das Glasdach, in Felder unterteilt, wird von eleganten Strebepfeilern getragen. Die Galerie ist ein unverzichtbarer Durchgang im Viertel.
Chic und elegant
Die Galerie de la Madeleine besticht durch ihre raffinierte Atmosphäre. Hier finden sich zahlreiche Luxusadressen (Mode und Accessoires). Auch für Feinschmecker hat die Galerie einiges zu bieten: Das Restaurant Lucas Carton bietet eine feine Gastronomie (Eingang Place de la Madeleine) und sein kleiner Bruder, Le Petit Lucas Carton, dessen Eingang sich direkt in der Galerie befindet.
Ihre Adresse lautet: Galerie de la Madeleine
Hier die Luxusgeschäfte der Galerie de la Madeleine: Blanc et Vert (Café Restaurant), Giambattista Valli (Haute Couture), InLuce (Agentur für visuelles Merchandising), La Golconde (Schmuck), Le Petit Lucas (Restaurant, Filiale von Lucas-Carton), TNC PARIS (Accessoires-Boutique), Yves Delorme (Hauswäsche).
Das berühmteste Etablissement war zweifellos das Restaurant Lucas-Carton an der Place-de-la-Madeleine-Seite des Eingangs. Es beeindruckt mit einer außergewöhnlichen Jugendstil-Ausstattung, die Louis Majorelle zugeschrieben wird und zwischen 1904 und 1905 von Étienne de Gournevitch entworfen wurde.
Trotz ihrer herausragenden Lage ist die Galerie de la Madeleine nie besonders bekannt geworden.
Bekannte Persönlichkeiten, die hier lebten
Jean Cocteau lebte im Frühjahr 1938 mit Jean Marais in der Nr. 9, Place de la Madeleine.