Musée de l'Orangerie, sehenswert: Claude Monet und andere Maler
Musée de l'Orangerie: zunächst Monets „Nymphéas“
Das Musée de l’Orangerie, gelegen im Jardin des Tuileries nahe der Place de la Concorde, ist berühmt für seine „Nymphéas“ von Claude Monet. Diese Gemäldeserie beschäftigte Monet über drei Jahrzehnte, von den späten 1890er-Jahren bis zu seinem Tod 1926 im Alter von 86 Jahren.
Die Inspiration für diese Werke fand er in seinem Wasser-Garten auf seinem Anwesen in Giverny in der Normandie. (Siehe Artikel – in Bearbeitung).
Das Musée de l’Orangerie ist jedoch nicht nur für Monets „Nymphéas“ bekannt!
Im Untergeschoss des Museums befindet sich die Sammlung Jean Walter und Paul Guillaume, die bedeutenden Künstlern des 20. Jahrhunderts gewidmet ist: Renoir, Cézanne, Matisse, Picasso, Soutine und andere. Diese Werke stammen aus den impressionistischen (19. Jh.) und modernistischen (20. Jh.) Epochen.
Rund um das Gebäude sind mehrere Skulpturen im Freien ausgestellt.
Entlang der Nordfassade, die an den Jardin des Tuileries grenzt, stehen *Le Grand Commandant blanc* (1986) des Bildhauers Alain Kirili sowie drei Bronzen von Rodin: *Ève* (1881), *Méditation avec bras* (1881) und *L’Ombre* (1881).
Die vierte Skulptur Rodins ist vor dem Westeingang des Museums aufgestellt.
Auf der anderen Seite des Museums kann man zudem *Nu couché* (1951) von Henry Moore bewundern, das am Fuße der Treppe steht, sowie die Bronze *Le Lion au serpent* von Antoine-Louis Barye, die auf der Terrasse am Seineufer platziert ist.
Die Geschichte der Seerosen und von Claude Monet
Das Musée de l’Orangerie beherbergt acht großformatige Kompositionen von Monets berühmten Seerosen, die aus zu einem Ganzen verbundenen Panneaux bestehen. Alle Werke haben dieselbe Höhe (1,97 m), variieren jedoch in der Breite, um sich den geschwungenen Wänden der beiden ovalen Räume anzupassen.
Nichts wurde dem Zufall überlassen: Der Künstler hat dieses Ensemble lange durchdacht.
Die Präsentation der Seerosen im Musée de l’Orangerie
Die Installation entstand nach den Vorgaben von Claude Monet in Zusammenarbeit mit dem Architekten Camille Lefèvre und mit Unterstützung des Staatsmanns Clemenceau. Er bestimmte die Formen, die Volumen, die Anordnung, die Rhythmen und die Abstände zwischen den Panneaux sowie den freien Besucherfluss durch mehrere Durchgänge zwischen den Räumen. Zudem plante er das zenitale Licht, das den Raum bei klarem Wetter durchflutet oder sich bei bewölktem Himmel zurückhaltender zeigt und so das Gemälde mit dem Wechsel der Tageszeit zum Vibrieren bringt.
Dieses Ensemble zählt zu den bedeutendsten monumentalen Schöpfungen der Malerei der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Seine Ausmaße und seine Fläche umhüllen den Betrachter auf fast hundert laufenden Metern. Hier entfaltet sich eine Wasserlandschaft, durchzogen von Seerosen, Weidenzweigen, Baumreflexionen und Wolken, die – in Monets eigenen Worten – „die Illusion eines endlosen Ganzen, eine Welle ohne Horizont und Ufer“ bietet. Dieses einzigartige Meisterwerk hat weltweit keine Entsprechung.
Die Sammlung Jean Walter und Paul Guillaume
Diese Sammlung umfasst:
Für die impressionistische Epoche: fünfundzwanzig Werke von Auguste Renoir, fünfzehn von Paul Cézanne sowie je ein Werk von Paul Gauguin, Claude Monet und Alfred Sisley.
Für das 20. Jahrhundert präsentiert das Musée de l’Orangerie zwölf Werke von Pablo Picasso, zehn von Henri Matisse, fünf von Amedeo Modigliani, sechs von Marie Laurencin, neun von Douanier Rousseau, dreißig von André Derain, zehn von Maurice Utrillo, zweiundzwanzig von Chaïm Soutine und ein Werk von Kees Van Dongen.
2018 wurde eine Lega-Figur aus der Sammlung Paul Guillaume vom Museum erworben.
Je nach Leihgaben und Bestandsveränderungen der Sammlung werden die Werke in den Sälen im Wechsel ausgestellt.
Das Musée de l’Orangerie bietet eine einzigartige Gelegenheit, diese 148 Gemälde – darunter die *Seerosen* von Claude Monet – zu entdecken.
Monets Haus in Giverny
Diese Besichtigung kann durch einen Abstecher zum Monet-Hausmuseum in Giverny ergänzt werden, wo Sie die Realität wiederfinden, die Sie soeben im Musée de l’Orangerie gesehen haben. (Siehe Artikel – in Vorbereitung). Planen Sie einen Tag für die Fahrt nach Giverny ein, das 75 km westlich von Paris liegt. Klicken Sie auf »Wie kommt man von Paris nach Giverny – mit Bus, Zug oder Auto«.