Liebesmauer, Hymne an die Liebe, Symbol der Trennung

Die „Je t’aime“-Wand ist ein Werk von Frédéric Baron und Claire Kito. Sie ist zu einem Muss für Liebespaare aus aller Welt geworden, die sich in Paris, der Hauptstadt der Liebe, treffen.
Die Wand, die auf einer Fläche von 40 m² im Square Jehan Rictus in Montmartre (Paris) angebracht ist, besteht aus 612 emaillierten Platten. Auf ihr sind 311 „Je t’aime“ in 250 gängigen Sprachen sowie in seltenen oder vergessenen Dialekten wie Navajo, Inuit, Bambara oder Esperanto kalligrafisch festgehalten.
Das Symbol der Wand: Teilung und gebrochenes Herz, das sich wieder zusammensetzen kann
Die Symbolik der Wand ist eine persönliche Entscheidung des Künstlers. Eine Wand steht oft für Trennung und Abgrenzung. Frédéric Baron wollte hier zeigen, dass eine Wand auch der Ausdruck der schönsten menschlichen Empfindung sein kann: der Liebe. Die roten Akzente, die sich durch das Fresko ziehen, symbolisieren die Hoffnung. Sie stehen für die Bruchstücke eines zersplitterten Herzens, die sich wieder zu einem perfekten Ganzen fügen.
Die „Je t’aime“-Wand in unserer Zeit
In unserer von Gewalt und Individualismus geprägten Welt dienen Mauern und Grenzen meist dazu, Menschen zu trennen, voneinander abzugrenzen oder sich vor dem anderen zu schützen. Die „Je t’aime“-Wand hingegen ist ein Band, ein Ort der Versöhnung, ein Spiegel, der das Bild von Liebe und Frieden zurückwirft.

Die „Je t’aime“-Wand ist ein der Liebe gewidmetes Denkmal, das im romantischen Garten des Square Jehan Rictus an der Place des Abbesses in Paris-Montmartre steht. Dieses von Frédéric Baron und Claire Kito geschaffene Werk ist zu einem Treffpunkt für Liebespaare aus aller Welt geworden. Ob für einen Spaziergang oder eine romantische Wanderung, eine ungewöhnliche Station Ihrer Flitterwochen, die Entdeckung einer der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten oder um „Je t’aime“ in verschiedenen Sprachen zu sagen – oder einfach nur, um durch einen der romantischsten Orte von Paris zu schlendern: Wir laden Sie ein, die „Je t’aime“-Wand zu entdecken.
Die Geschichte des Werks
Die Idee stammt von Frédéric Baron, einem multidisziplinären Künstler, der seine Umgebung – Familie, Nachbarn, Freunde und Passanten – bat, Liebesworte in ihrer Sprache zu schreiben. So sammelte er „Je t’aime“ in über 250 Sprachen und Dialekten aus aller Welt.

1997 wandte er sich an Claire Kito, Malerin und Kalligrafin, und schlug ihr vor, an diesem Wandfresko mitzuwirken. Gemeinsam suchten sie zunächst in der Region Paris, dann innerhalb der Stadtgrenzen nach dem idealen Standort. Im Laufe der Projektentwicklung entwarf Claire Kito die verschiedenen Grafiken, und der Ort stand fest: Es sollte am Fuße des Montmartre-Hügels sein.

1998 stieß Daniel Boulogne zum Team. Als Spezialist für Wandmalereien, Kunsthandwerker und Autor mehrerer Bücher zum Thema (veröffentlicht bei Gallimard) war er für die Umsetzung des Werks verantwortlich, das im Herbst 2000 mit emaillierten Platten eingeweiht wurde.
Die „Je t’aime“-Wand im Internet
Die „Je t’aime“ können Sie hier direkt abrufen, indem Sie auf „Die ‚Je t’aime‘-Wand“ klicken.