Samaritaine Concept-Store – ein neues Leben für Luxus und Wohlbefinden
Das Konzept-Kaufhaus La Samaritaine ist eigentlich das Ergebnis mehrerer aufeinanderfolgender Geschichten: eine Pumpe, die 1602 auf der Pont-Neuf installiert wurde, und danach ein prächtiges „Warenhaus“ ab 1870, das zwischen 2005 und 2021 für außergewöhnliche Bauarbeiten 16 Jahre lang geschlossen war. Die Samaritaine ist nun wieder eröffnet und präsentiert sich als Schaufenster der französischen Lebensart für Besucher aus aller Welt – mit einem hochwertigen 5-Sterne-Hotel, einem Bürokomplex und Sozialwohnungen.
Die Pumpe, die dem Komplex ihren Namen gab
Am 2. Januar 1602 erteilte König Heinrich IV. die Genehmigung zum Bau einer großen Wasserpumpe rechts vom zweiten Bogen aus Richtung linker Uferseite, flussabwärts der Pont-Neuf. Sie wurde „Pompe de la Samaritaine“ genannt. Damals handelte es sich um eine bedeutende technische Innovation. Das Wasser wurde aus Brunnen im Innenhof geschöpft oder von Wasserträgern verteilt.
Diese zweirädrige Pumpe war die erste Wasserhebemaschine, die in Paris gebaut wurde. Sie war in einem kleinen Gebäude untergebracht und mit einer Glockenuhr gekrönt. Sie versorgte den Louvre und die Tuilerien. Etwas später, 1882, wurde eine weitere, deutlich größere Pumpe gleichen Typs – die sogenannte „Machine de Marly“ – installiert, um das Schloss Versailles mit Wasser zu versorgen.
Die Pumpe der Samaritaine verdankt ihren Namen einer skulptierten Darstellung der Begegnung zwischen Jesus und der Samariterin am Jakobsbrunnen (erzählt im Evangelium nach Johannes), ein Werk von Bernard und René Frémin (1672–1744).
Das zweite Kapitel: das Warenhaus von Herrn Cognacq und seiner Gattin Marie-Louise Jaÿ
Von Beginn an soll der Gründer der Samaritaine (Herr Cognacq und später seine Gattin Marie-Louise Jaÿ) seinen ersten Laden in einer „Korb“-Konstruktion auf der Pont-Neuf errichtet haben, an der Stelle der 1813 abgerissenen alten Pumpe. Daher der Name seines Ladens.
Die Samaritaine wurde 1870 von Ernest Cognacq als großes Kaufhaus gegründet. Mit dem heutigen Concept-Store La Samaritaine hatte es nichts mehr gemein. 2005 schloss es seine Tore, woraufhin die Gebäude zu einem Hotel, Wohnungen und Geschäften umgebaut wurden (Arbeiten bis 2021). Die Gebäude im Stil des Art Nouveau und Art Déco stammen von den Architekten Frantz Jourdain und Henri Sauvage. Das Hauptgebäude ist als historisches Monument eingetragen.
Die Samaritaine war das größte Kaufhaus von Paris mit vier Filialen, die auf ihrem Höhepunkt eine Verkaufsfläche von 48.000 m² boten – nur knapp vor den Galeries Lafayette und dem Printemps. Ihr Slogan, der im kollektiven Gedächtnis blieb: „Bei der Samaritaine findet man alles.“
Der Niedergang des Kaufhauses Samaritaine und seine Schließung
Ab den 1970er-Jahren, ein Jahrhundert nach ihrer Eröffnung, ließ der kommerzielle Erfolg der Samaritaine langsam nach. 1986 wurde die „Samaritaine Luxe“ in ein Büro- und Geschäftshaus umgewandelt. Im Laufe der Zeit verschwanden zahlreiche historische Abteilungen (Baumarkt, Tierhandlung und Vogelabteilung), was die Angleichung der Samaritaine an andere große Pariser Kaufhäuser markierte. Sie konzentrierte sich fortan auf Mode und Möbel. Die Samaritaine vermietete die Filialen 1 und 3 an andere Marken. 2001 verkaufte die Familie Renand, damals Eigentümerin, das mittlerweile defizitäre Kaufhaus an den Luxuskonzern LVMH. Am 15. Juni 2005 schloss das Kaufhaus endgültig seine Pforten. Es folgten 16 Jahre Bauarbeiten und Rechtsstreitigkeiten mit Verbänden, die Kosten von über 750 Millionen Euro verursachten.
Die Wiedergeburt des Concept-Stores La Samaritaine: das Gesamtprojekt
Der Concept-Store La Samaritaine eröffnete am Mittwoch, den 23. Juni 2021 in Anwesenheit von Präsident Macron. Er umfasst 20.000 m², während sich das gesamte Projekt auf 70.000 m² erstreckt, darunter das Hotel Cheval Blanc, 15.000 m² Büroflächen, 96 Sozialwohnungen, die von Paris Habitat verwaltet werden, sowie eine Krippe mit 80 Plätzen, betrieben von „Les Petites Canailles“.
Ein umweltverträgliches Projekt für den Komplex der Samaritaine
Dieser über 70.000 m² große Raum auf 10 Ebenen folgt einem innovativen ökologischen Ansatz.
Mit der Planung wurde das japanische Architekturbüro Sanaa beauftragt, Preisträger des Pritzker-Preises 2010, um Innovation und Respekt vor dem Erbe zu verbinden.
Der neue Concept-Store der Samaritaine sowie der gesamte Komplex nutzen erneuerbare Energien: So wird er unter anderem durch Tiefengeothermie und Eisspeichertechniken klimatisiert. Die Gruppe LVMH investiert gleichermaßen in die Umwelt wie in die Wirtschaft. Für das Kaufhaus wurden 800 Arbeitsplätze geschaffen, für das Hotel Cheval Blanc Paris, die Restaurants, die Krippe und die Sicherheit 380. Insgesamt wurden 1.500 Arbeitsplätze vorrangig an ehemalige Mitarbeiter bis 2005 vergeben. Zusammen mit den Büros soll die Samaritaine dem Viertel 2.400 neue Arbeitsplätze bringen.
Auch das Unternehmen Otis wurde ausgewählt, um die neue Samaritaine mit Aufzügen und Rolltreppen auszustatten. Otis plant die Installation von 25 Rolltreppen und über 40 Aufzügen, die nicht nur das Kaufhaus, sondern auch das Hotel Cheval Blanc, die Büros, die Wohnungen und die Krippe bedienen.
Der neue Concept-Store der Samaritaine Die Samaritaine als Concept-Store ist zweifellos eine der Adressen, deren Wiedereröffnung besonders erwartet wurde. Seit 2005 wegen Asbestbelastung, zahlreicher Schäden und Gerichtsverfahren geschlossen, sollte das Kaufhaus 2020 wiedereröffnen. Die Corona-Krise verhinderte dies jedoch. Nun ist es soweit: Die Einweihung fand am 23. Juni 2021 statt.
La Samaritaine, das kleinste der großen Kaufhäuser von Paris
Das Concept-Store-Konzept von La Samaritaine ist zum kleinsten der großen Kaufhäuser… aber zum größten Concept-Store geworden. Es ist ein Einkaufszentrum mit 20.000 m², das Shopping-Fans begeistern wird. La Samaritaine Paris Pont-Neuf vereint, was Paris so charmant macht: Mode, Gastronomie und Lebensart!
Für Shoppingfans warten über 600 Marken unter dem legendären Glasdach des Einkaufszentrums. Neben Luxusmarken gibt es exklusive Angebote und junge Designer, die vermutlich die Mode von morgen prägen werden. Sogar ein 200 m² großer Concept Store ist vor Ort vertreten. Hier findet jeder seinen Stil und Geschmack – der perfekte Ort für alle, die nicht der Mode folgen, sondern sie selbst machen wollen.
Der größte Beauty-Bereich Europas
Hinzukommt ein 3.000 m² großer Beauty-Bereich – der größte seiner Art in Paris und Europa. Hier finden Sie exklusive Beauty-Schätze. Und da Schönheit auch mit Wohlbefinden einhergeht, gibt es für alle, die sich verwöhnen lassen möchten: ein SPA und ein Beauty-Studio sind ebenfalls vorhanden! Hier finden sich ikonische und führende Marken, die jeder kennt. Zudem können Sie Luxusmarken wie Dior, Gucci und Dolce & Gabbana entdecken, aber auch aufstrebende Marken wie Charlotte Tilbury sowie Produkte von Deciem, dem Eigentümer von The Ordinary – der beliebtesten Gesichtsbehandlung zu erschwinglichen Preisen. Hier gibt es auch den Beauty Pure-Bereich, einen 80 m² großen Ort, der sich ausschließlich der verantwortungsvollen Schönheit widmet und rund 40 engagierte Marken vereint. Dieser neue Beauty-Bereich bietet auch asiatische Produkte, deren Schönheitsgeheimnisse sehr gefragt sind. Hier finden sich Marken wie SK-II und Sulwhasoo, zwei angesagte japanische bzw. südkoreanische Marken. Um die Auswahl zu erleichtern, gibt es einen Make-up-Bar, an dem Sie die verschiedenen Produkte testen können. Zudem können Sie an „Masterclasses“ teilnehmen! Auch ein Parfümhaus ist geplant, das das Know-how der Haute Parfumerie präsentiert. All dies fügt sich in das Konzept des Concept Stores ein, das La Samaritaine voll und ganz übernommen hat. Doch der Beauty-Bereich wurde auch als wahrer Tempel des Wohlbefindens konzipiert. Hier gibt es ein 400 m² großes SPA von Cinq Mondes, das wie eine typische Pariser Wohnung eingerichtet ist und über eine private Hängematte sowie einen Peeling-Raum verfügt. Für eine Wellness-Auszeit sollten Sie mindestens 116 € für eine einstündige Behandlung einplanen.
Plus ein Beauty-Studio „Made in Samaritaine“
Ein echtes Beauty-Studio „Made in Samaritaine“ entsteht. Ideal zum Verwöhnen bietet dieser Ort Hand- und Fußpflege von Kure Bazaar, aber auch Haarpflege mit renommierten Friseuren sowie innovative Entdeckungen wie die in Zusammenarbeit mit dem kanadischen Labor Theio Vitality. Dieser Beauty-Bereich möchte auch engagierte und innovative Konzepte fördern und setzt auf natürliche Schönheit.
Und natürlich das 5. Obergeschoss – gewidmet der Gastronomie
Wir haben über Shopping gesprochen, über Lifestyle – was fehlt uns noch? Natürlich die Gastronomie! Das gesamte 5. Obergeschoss ist ihr gewidmet. Restaurants, Cafés und Teesalons – insgesamt zehn kulinarische Adressen, die Ihnen die besten der französischen Küche präsentieren. Von der Kreativität eines Michelin-Sternkoch bis zur Raffinesse der angesagtesten Patisserie ist für jeden Geschmack etwas dabei. Ob das „Voyage Samaritaine“ von Matthieu Viannay im 5. Obergeschoss, „Ernest“ von Naoëlle d’Hainaut, „Street Caviar“ in zugänglicher Version oder die Adressen von Dalloyau mit „Dinette“ und „Exclusive“ – hier kommt jeder auf seine Kosten.
Das 5*-Hotel Cheval Blanc – ein unabhängiges, aber mit dem neuen Concept Store von La Samaritaine verbundenes Luxushotel
Das ist eine große Veränderung in diesem Pariser Viertel: ein Palace, verbunden mit der neuen Samaritaine. Das Cheval Blanc Paris, ein Luxushotel mit 26 Zimmern und 46 Suiten, bietet „einen Ort der Begegnung kulinarischer Genüsse und eine 650 m² große Terrasse auf zwei Flügeln, von der aus man die Aussicht auf den Eiffelturm bis Montmartre und von Notre-Dame bis zum Centre Pompidou genießt“, „ein von Chefkoch Arnaud Donckele geleitetes Gourmetrestaurant“ sowie den Pâtissier Maxime Frédéric, der die Küche des Hotels Georges V verlassen hat, um die Gaumen im Cheval Blanc zu verwöhnen. Zudem gibt es das Cheval Blanc Spa mit dem größten Hotelpool von Paris.