Palais de la Découverte und Planetarium – bis 2024 wegen Renovierung geschlossen

Ab Ende 2020 (bis 2024) werden der Palais de la Découverte und das Planetarium für Renovierungsarbeiten geschlossen sein. Während dieser Zeit wird das Programm dieses Museums (ab Frühjahr 2021) in einer temporären Einrichtung, „Les Étincelles“, angeboten, die hauptsächlich für Schulgruppen konzipiert ist. Dabei handelt es sich um temporäre Installationen im Parc André-Citroën im 15. Arrondissement von Paris. Sie besteht aus 6 Holzzelten auf 770 m².
*Hinweis: Diese Renovierungsarbeiten des Museums finden gleichzeitig mit denen des Grand Palais statt, der es beherbergt.*

Beschreibung des Palais de la Découverte vor der Renovierung (2020–2024)
Der Palais de la Découverte war ein Ort, der sich der wissenschaftlichen Welt widmete und Grundlagen- sowie zeitgenössische Wissenschaften in interaktiven Experimenten präsentierte, die von wissenschaftlichen Vermittlern begleitet wurden.
Dieses Museum verfolgte das Ziel, diese Themen auf unterschiedliche Weise zu behandeln: die Forschung und ihre praktischen sowie technischen Anwendungen. Im Musée des Arts et Métiers steht die Technologie und ihre praktischen Anwendungen im Mittelpunkt. Im Palais de la Découverte ging es um die Grundlagenforschung und ihre Methoden. Sein Ziel war es, Wissenschaft populär zu vermitteln.
Die im Museum behandelten und präsentierten Bereiche
Die behandelten Bereiche umfassten Astronomie mit dem „Planetarium“, aber auch Biologie, Chemie, Mathematik, Physik und Geowissenschaften. Die Präsentationen waren „praktisch“ gestaltet, etwa in den Räumen zur Elektrostatik, zur Sonne und zu den Planeten. Zwei neue Dauerausstellungen: der Raum „Lumière“, der dieses Thema aus chemischer, biologischer und physikalischer Perspektive vertieft, sowie der „Espace Hydrogène“, der sich mit den Anwendungen und Herausforderungen dieser Energieform beschäftigt!
Der Akustikraum war ein experimentelles System, das von einem Vermittler geleitet wurde und alle Möglichkeiten zur Erforschung des Phänomens Schall bot: Ausbreitung und Geschwindigkeit des Schalls, Struktur einfacher und komplexer Klänge (Orgelpfeifen), harmonische Analyse und Synthese, Interferenzen und Beugung, Doppler-Effekt, Schwebungen und Resonanz. Daneben gab es in einem ganz anderen Bereich die „Ateliers du Génome“: ein Bildungs- und Kulturort, der sich der Genetik und der DNA widmete.
Die Abteilungen des Palais de la Découverte
Die Abteilungen des Palais de la Découverte waren: Fluoreszenz, Phosphoreszenz, Optik, Gasentladungen, Elektrostatik, Foucaultsches Pendel, Kathodenstrahlen, Röntgenstrahlen, Biologie und Planetarium.
Echte Experimente, die Begeisterung wecken
So lautete die Idee von Jean Perrin, der bereits 1937 die populärwissenschaftliche Vermittlung durch Experimente fördern wollte, die vor dem Publikum oder von den Besuchern selbst durchgeführt werden. Fast unverändert seit ihrer Entstehung – aufgrund ihres Erfolgs – zählen die Demonstrationen zu flüssiger Luft und Elektrostatik zu den beliebtesten.