Louvre-Lens Museum

Louvre-Lens Museum

Entdecken Sie das Louvre-Lens, einen kulturellen Schatz im Herzen der Hauts-de-France! Dieses zeitgenössische Museum, entstanden aus einer mutigen Zusammenarbeit zwischen dem berühmten Louvre in Paris und der Region Nord-Pas-de-Calais, ist weit mehr als eine einfache Außenstelle: Es ist ein einzigartiges Kunsterlebnis, das Moderne und Zugänglichkeit vereint. Verirren Sie sich in seinen lichtdurchfluteten Galerien, in denen Schätze des Louvre auf fesselnde Wechselausstellungen treffen.

Gelegen in Lens, nur 1 Stunde von Lille und 1,5 Stunden von Paris entfernt, hat dieser Ort eine Stadt, die vom Bergbau geprägt war, in ein kulturelles Highlight verwandelt. Bereit, diesen Juwel zu erkunden? Folgen Sie dem Guide!

Standort und Anreise: Wie kommt man hin?

Das Louvre-Lens thront stolz in der 99 Rue Paul Bert, 62300 Lens, in einem 20 Hektar großen Grünareal. Seine strategische Lage macht es zum idealen Zwischenstopp für Reisende auf dem Weg nach Belgien oder in die Niederlande oder für alle, die den Norden Frankreichs auf neue Weise entdecken möchten.

Mit dem Auto nehmen Sie die Autobahn A1 (Paris–Lille) oder A21 (Lens–Douai). Das Museum ist ab der Ausfahrt Lens gut ausgeschildert. Ein kostenpflichtiger Parkplatz (ca. 4 € pro Tag) steht vor Ort zur Verfügung, inklusive reservierter Plätze für Menschen mit eingeschränkter Mobilität.

Auch die öffentlichen Verkehrsmittel sind eine hervorragende Option. Von Paris aus nehmen Sie den TGV bis Arras (50 Min.), dann den TER bis Lens (15 Min.). Von Lille aus benötigt der TER 40 Minuten. Sobald Sie am Bahnhof Lens ankommen, ist das Museum zu Fuß (20 Min.) oder mit dem Bus (Linie 15, Haltestelle „Louvre-Lens“) erreichbar.

Für Radfahrer gibt es Radwege, die das Museum mit den umliegenden Städten verbinden, und vor Ort stehen Fahrradständer zur Verfügung. Wanderbegeisterte können schließlich in ruhiger Atmosphäre einen Spaziergang vom Stadtzentrum aus unternehmen.

Ein wenig Geschichte: Warum ein Louvre in Lens?

Die Idee eines dezentralen Louvre entstand in den 2000er-Jahren, getragen von dem Wunsch, das kulturelle Angebot in Frankreich auszugleichen. Die Region Nord-Pas-de-Calais, reich an industriellem Erbe, aber auf der Suche nach einem Neuanfang, wird 2004 unter mehreren Bewerbern ausgewählt. Lens, die ehemalige Hauptstadt des Kohlebergbaus, verkörpert diese Metamorphose: Das Museum entsteht auf dem Gelände einer ehemaligen Zeche, Symbol für einen abgeschlossenen Abschnitt.

Das Projekt ist ambitioniert: Es soll ein Museum des 21. Jahrhunderts entstehen, das allen zugänglich ist und sich von den elitären Codes des Pariser Louvre löst. Die Architektur, entworfen von den Agenturen SANAA (Japan) und Imrey Culbert (USA), spiegelt diese Philosophie wider. Das schlichte und lichtdurchflutete Gebäude fügt sich mit seinen Glasfassaden und Flachdächern harmonisch in die Landschaft ein.

Die Einweihung am 4. Dezember 2012 ist ein nationales Ereignis. Präsident François Hollande und die Kulturministerin Aurélie Filippetti begrüßen dieses „Volks-Louvre“, das darauf abzielt, ein neues Publikum anzulocken. Das Wagnis ist mutig, doch der Erfolg stellt sich ein: Schon im ersten Jahr besuchen 900.000 Besucher das Museum – weit mehr als erwartet.

Bau und Architektur: ein Lichtjuwel

Der Louvre-Lens ist ein architektonisches Meisterwerk. Die Architekten des Büros SANAA, Preisträger des Pritzker-Preises, entwarfen ein Gebäude, das transparent und schlicht wirkt und in dem natürliches Licht eine zentrale Rolle spielt. Die Galerien, in einer Abfolge angeordnet, werden durch Oberlichter und Wände aus Milchglas mit Licht durchflutet. Ziel ist es, eine immersive Erfahrung zu schaffen, in der die Kunstwerke im Raum zu schweben scheinen.

Das Museum erstreckt sich über 28.000 m², darunter 7.000 m² Ausstellungsfläche. Es besteht aus mehreren Pavillons, die durch Stege und Gärten miteinander verbunden sind. Der Glaspavillon, das Herzstück des Museums, beherbergt die Galerie der Zeit, eine weltweit einzigartige Dauerausstellung. Die verwendeten Materialien – Glas, Stahl und weißer Beton – verleihen dem Ort eine minimalistische Eleganz.

Die Anlage umfasst auch einen Landschaftspark, entworfen von der Agentur Catherine Mosbach. Dieser Garten, inspiriert von Bergbaulandschaften, bietet einen entspannenden Spaziergang zwischen Wiesen, Teichen und kleinen Gehölzen. Ein idealer Ort für eine Pause zwischen zwei Besichtigungen!

Kontroversen: Ein Projekt, das für Diskussionen sorgte

Der Louvre-Lens blieb nicht ohne Kritik. Schon bei der Ankündigung des Projekts warfen einige Pariser dem Vorhaben vor, es handle sich um eine „Auslagerung des Louvre“, aus Sorge um eine Verwässerung seines Prestiges. Andere hinterfragten die Standortwahl in Lens, einer damals wenig touristischen Stadt, statt in einer Metropole wie Lille oder Lyon.

Auch die Kosten des Projekts (150 Millionen Euro) sorgten für Unmut. Finanziert zu 60 % von der Region Hauts-de-France, zu 20 % vom Staat und zu 20 % von der Europäischen Union, wurde dem Museum vorgeworfen, es handle sich um eine „Verschwendung öffentlicher Gelder“. Doch die wirtschaftlichen Auswirkungen sind unbestritten: Der Louvre-Lens hat seit seiner Eröffnung mehr als 200 Millionen Euro an Folgeeffekten generiert.

Ein weiteres heikles Thema: die Auswahl der Werke. Einige Kritiker sind der Meinung, die im Louvre ausgeliehenen Exponate seien nur „zweitklassige Stücke“. Doch die Galerie der Zeit zeigt Meisterwerke wie Die Freiheit führt das Volk von Delacroix oder Der schreibende Schreiber – und beweist damit, dass das Museum seinem großen Pariser Vorbild in nichts nachsteht.

Schließlich wurde die teilweise Kostenfreiheit (freier Zugang zur Galerie der Zeit) gelobt, doch einige bedauern, dass die Sonderausstellungen weiterhin Eintritt kosten. Trotz dieser Debatten hat sich das Louvre-Lens eine eigene Identität abseits von Klischees erarbeitet.

Eröffnung und Besucherzahlen: ein voller Erfolg

Die Eröffnung des Louvre-Lens im Jahr 2012 war ein Medienereignis. Mehr als 5.000 Menschen nahmen an der Einweihung teil, darunter Persönlichkeiten wie Jean-Michel Jarre oder Marina Abramović. Die ersten Besucher waren begeistert: Das Museum verzeichnete in einem Jahr 900.000 Eintritte – ein Rekord für eine Außenstelle des Louvre.

Heute zieht das Museum im Schnitt 500.000 Besucher pro Jahr an, mit Spitzen bei Sonderausstellungen. 2019 brach die Ausstellung „Soleils noirs“ alle Rekorde mit über 600.000 Eintritten. Das Publikum ist vielfältig: internationale Touristen, Schulklassen, Familien … Ein Beweis dafür, dass das Louvre-Lens auch über den Kreis der Kunstkenner hinaus überzeugt.

Das Museum setzt auf eine vorbildliche Zugänglichkeitspolitik. Ermäßigte Tarife für Einwohner der Region Hauts-de-France, kostenloser Eintritt für unter 26-Jährige, barrierefreie Führungen … Alles wird getan, damit Kunst für alle zugänglich ist. Ein gelungenes Wagnis!

Ausgestellte Werke: Schätze zum Greifen nah

Das Louvre-Lens beherbergt eine außergewöhnliche Auswahl an Werken, die vom Louvre ausgeliehen wurden. Die Galerie der Zeit, das Herzstück des Museums, präsentiert 205 Meisterwerke in chronologischer Reihenfolge von der Antike bis ins 19. Jahrhundert. Eine Zeitreise durch die Kunstgeschichte – einzigartig in Frankreich!

Zu den absoluten Highlights zählen: Die Siegesgöttin von Samothrake (Replik), Der Codex Hammurabi, Die Venus von Milo (Replik) sowie Das Floß der Medusa von Géricault. Jedes Werk wird durch eine subtile Beleuchtung und informative Schilder hervorgehoben. Ein Genuss für Augen und Geist!

Das Museum bietet zudem thematische Schwerpunkte. So etwa der Raum für islamische Kunst oder der Bereich mit den Schätzen der Renaissance. So lassen sich seltene Stücke entdecken, die im Pariser Louvre oft von berühmteren Werken in den Hintergrund gedrängt werden.

Eine weitere Besonderheit sind die „reisenden“ Werke. Einige Exponate werden regelmäßig mit dem Louvre ausgetauscht, sodass Besucher bei jedem Besuch neue Entdeckungen machen können. Ein weiterer Grund, wiederzukommen!

Temporäre Ausstellungen: immer wieder neue Überraschungen

Das Louvre-Lens setzt auf mutige Wechselausstellungen, die oft in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen entstehen. Diese kostenpflichtigen Ausstellungen ziehen ein treues und neugieriges Publikum an. Hier einige Beispiele, die besonders im Gedächtnis geblieben sind:

„Soleils noirs“ (2019–2020): eine Erkundung der Farbe Schwarz durch die Kunstgeschichte mit Werken von Goya, Soulages und Pierre Huyghe. Ein phänomenaler Erfolg mit über 600.000 Besuchern.

„Homer“ (2019): eine Reise in die Welt des griechischen Dichters anhand antiker Vasen, Skulpturen und Gemälde. Eine Ausstellung, die Mythologie-Fans begeisterte.

„Les Tables du pouvoir“ (2017–2018): eine Reflexion über Macht und Gastronomie mit historischen und zeitgenössischen Exponaten. Eine köstliche Mischung aus Kunst und Soziologie!

Das Museum bietet zudem kürzere, thematische Ausstellungs-Dossiers, wie etwa zu den Schätzen Mesopotamiens oder den Porträts der Renaissance. So bleibt die Vielfalt erhalten!

Preise und Ermäßigungen: ein Museum für alle

Das Louvre-Lens hat sich für teilweise kostenfreien Eintritt entschieden, um den Zugang zur Kultur zu erleichtern. Hier die aktuellen Preise:

Galerie du Temps: Kostenlos für alle, das ganze Jahr über. Ein Schnäppchen, um die Meisterwerke des Louvre zu entdecken, ohne einen Cent auszugeben!

Temporäre Ausstellungen: zwischen 8 € und 12 € je nach Ausstellung. Ermäßigter Tarif (5 €) für 18- bis 25-Jährige, Arbeitslose, Lehrkräfte usw. Kostenlos für unter 18-Jährige, Menschen mit Behinderung und ihre Begleitpersonen.

Jahrespass: Für 20 € haben Sie ein Jahr lang Zugang zu allen temporären Ausstellungen. Ideal für Einheimische oder regelmäßige Besucher!

Das Museum bietet auch Kombi-Tickets mit anderen Kulturstätten der Region an, wie dem Louvre in Paris oder dem Louvre Abu Dhabi. Ein gutes Geschäft für kunstbegeisterte Reisende!

Parken und Services: alles für einen angenehmen Aufenthalt

Der Louvre-Lens tut alles, damit Ihr Besuch so angenehm wie möglich wird. Der Parkplatz, gleich neben dem Museum gelegen, ist kostenpflichtig (ca. 4 € pro Tag). Es gibt reservierte Plätze für Menschen mit eingeschränkter Mobilität sowie Ladestationen für Elektrofahrzeuge.

Vor Ort finden Sie:

Ein Café-Restaurant : das L’Atelier de Marc Meurin, mit einem Stern im Guide Michelin ausgezeichnet, bietet kreative Küche in einem eleganten Ambiente. Perfekt für eine kulinarische Pause!

Eine Buchhandlung-Boutique : um ein Souvenir mitzunehmen (Bücher, Reproduktionen von Werken, Designobjekte…).

Entspannungszonen : der Park und die Gärten laden zum Flanieren ein, während Bänke in den Galerien verteilt sind.

Führungen : kostenlos oder gegen Gebühr, auf Französisch oder Englisch. Eine hervorragende Möglichkeit, den Besuch zu vertiefen!

Eine Garderobe : um Ihre Sachen sicher abzulegen.

Warum ist das Louvre-Lens ein Muss?

Das Louvre-Lens ist weit mehr als ein einfaches Museum: Es ist ein einzigartiges kulturelles Erlebnis, bei dem Kunst auf andere Weise erlebt wird. Hier ist der Grund, warum es sich lohnt:

1. Atemberaubende Architektur : Das von renommierten Architekten entworfene Gebäude ist ein Kunstwerk für sich. Seine lichtdurchfluteten Galerien und der landschaftlich gestaltete Park machen es zu einem Ort der Ruhe und Inspiration.

2. Außergewöhnliche Werke : Die Galerie der Zeit bietet eine chronologische Reise durch die Kunstgeschichte mit seltenen Stücken und Meisterwerken des Louvre.

3. Mutige Sonderausstellungen: Das Museum setzt auf ungewöhnliche Themen, oft in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen. Damit wird selbst der erfahrenste Kunstliebhaber überrascht!

4. Vorbildliche Barrierefreiheit: Teilweise kostenloser Eintritt, ermäßigte Tarife, angepasste Führungen… Das Louvre-Lens hat sich für Kultur für alle entschieden.

5. Eine entspannte Atmosphäre: Fernab vom Pariser Trubel bietet das Museum eine ruhige Umgebung, ideal für einen Besuch mit Familie oder Freunden.

6. Ein Geheimtipp abseits der Touristenpfade: Das Louvre-Lens zu entdecken, bedeutet auch, die Region Hauts-de-France mit ihrer reichen Geschichte und ihren Landschaften zu erkunden. Eine schöne Gelegenheit, Klischees zu widerlegen!

Also, bereit, Kunst einmal anders zu erleben? Das Louvre-Lens erwartet Sie für ein unvergessliches Erlebnis!