Kleines Palais – Museum mit Meisterwerken und einzigartigen internationalen Ausstellungen
Das Petit Palais, das für die Weltausstellung 1900 vom Architekten Charles Girault erbaut wurde, beherbergt seit 1902 das Musée des Beaux-Arts von Paris. Es befindet sich im 8. Arrondissement von Paris, an der Avenue Winston-Churchill, gegenüber dem Grand Palais und etwa hundert Meter vom prächtigen Pont Alexandre-III entfernt.
Das Petit Palais zeigt eine dauerhafte (kostenlose) Sammlung sowie ein oder zwei gleichzeitig stattfindende Wechselausstellungen (kostenpflichtig).
Sein Innenhof empfängt die Besucher und lädt zu einer angenehmen Pause in dieser Oase des Friedens und der Kunst ein.
Die eigenen Dauerbestände des Petit Palais – Schenkungen
Diese Sammlungen wurden durch zahlreiche Schenkungen bereichert, von denen die wichtigsten nachstehend aufgeführt sind:
Eugène und Auguste Dutuit vermachten 1902 ihre Sammlung, die fast 20.000 Werke umfasst und mehrere Meisterwerke der holländischen Schule enthält (darunter ein Selbstporträt von Rembrandt und *Der Raub der Proserpina* von Rubens), antike griechisch-römische Kunstwerke, mittelalterliche und Renaissance-Objekte sowie Grafiken und Zeichnungen von großen Meistern (Martin Schongauer, Albrecht Dürer, Rembrandt, Fragonard u. a.).
Eine der Bedingungen der Schenkung von Eugène und Auguste Dutuit ist, dass die Stadt Paris auf ewig für die Instandhaltung des Grabes der Familie Duclos-Dutuit auf dem Friedhof Père-Lachaise sorgt.
Edward und Julia Tuck, amerikanischer Herkunft, schenkten 1930 ihre Sammlung französischer Kunst des 18. Jahrhunderts;
Ambroise Vollard vermachte dem Museum mehrere moderne Werke, darunter *Porträt des Ambroise Vollard mit Katze* von Pierre Bonnard (1924) und ein weiteres Porträt des Mäzens von Paul Cézanne (1899);
Roger Cabal vermachte dem Museum 1998 eine Sammlung von Ikonen.
Neben diesen Schenkungen erwarb das Museum zahlreiche Werke, darunter mehrere Gemälde von Gustave Courbet.
Die Sammlungen des Petit Palais umfassen Meisterwerke
Gemälde
Flämische und holländische Malerei: fast 20 flämische Meister, darunter Rembrandt und Rubens
Französische Malerei: rund fünfzig Künstler, darunter Pierre Bonnard, Cézanne, Camille Corot, Courbet, Daumier, Degas, Delacroix, David, Gustave Doré, Géricault, Ingres, Le Lorrain, Manet, Monet, Gustave Moreau, Berthe Morisot, Pissarro, Poussin, Puvis de Chavannes, Renoir, Sisley u. a.
Italienische Malerei: Cima da Conegliano, Giambattista Tiepolo.
Bildhauerei
Jules Dalou, Émile Joseph Nestor Carlier, Jean-Baptiste Carpeaux, Louis-Aimé Lejeune, Charles Louis Malric, Antonin Mercié, Pierre Puget, Auguste Renoir, Auguste Rodin.
Angewandte Kunst
François-Rupert Carabin, Jean Carriès, Henry Cros, Émile Gallé, Jacques Gruber, Hector Guimard, Jacob-Desmalter
Graphische Kunst
Das Museum bewahrt 18.000 Drucke sowie 9.000 alte und moderne Zeichnungen auf.
Die Zeichnungssammlung umfasst Werke von Rembrandt, Jacob van Ruisdael, Adriaen van Ostade, Antoine van Dyck, Le Lorrain, Antoine Watteau, Jean Honoré Fragonard und Hubert Robert.
In der Abteilung für Grafik finden sich Meisterwerke von Martin Schongauer, Albrecht Dürer, Lucas van Leyden, Rembrandt (mit einer herausragenden Sammlung von 350 Werken), Antoine van Dyck, Jean Honoré Fragonard und Antoine Watteau.
Internationale Wechselausstellungen im Petit Palais
Das Petit Palais widmet sich ebenfalls den Wechselausstellungen. In der Regel werden ein bis zwei Ausstellungen über einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten gezeigt, parallel zu den Dauerausstellungen. Das bedeutet sechs bis acht neue Ausstellungen pro Jahr. Alle haben international großen Erfolg gehabt.
In den letzten zehn Jahren hat auch die zeitgenössische Fotografie ihren Einzug ins Petit Palais gehalten, nachdem beschlossen wurde, im Rahmen der großen internationalen Ausstellungen Fotografien von Künstlern zu präsentieren, die sich von den ausgestellten Kulturen inspirieren ließen. Einige dieser Fotografien wurden anschließend vom Museum erworben.
Die Qualität der Ausstellungen und Sammlungen des Petit Palais aus Sicht der Besucher*innen
Das Petit Palais war Gegenstand einer Zufriedenheitsumfrage, die 2020 vom Unternehmen TEST durchgeführt wurde. Trotz eines von der COVID-Pandemie geprägten schwierigen Jahres waren die Ergebnisse hervorragend: 97 % der Befragten gaben an, mit ihrem Besuch zufrieden zu sein (davon 89 % sehr zufrieden). Besonders gelobt wurden die Sauberkeit der Räumlichkeiten (99 %), die Präsentation der Werke (97 %) und die Anzahl der Besucher*innen in den Galerien (96 %). 95 % von ihnen erklärten, sie würden ins Petit Palais zurückkehren, vor allem wegen der Ausstellungen (82 %).
Das Petit Palais: ein Gebäude, ein Kunstwerk in seiner Gesamtheit
Zwischen Januar 2001 und Juni 2005 wurde das Petit Palais, ein architektonisches Juwel, das von Charles Girault entworfen wurde, für eine umfassende Sanierung geschlossen.
Das Petit Palais, das zwischen der Seine und der Avenue des Champs-Élysées liegt, fügt sich in eine außergewöhnliche monumentale Umgebung ein, zusammen mit dem Grand Palais und der Pont Alexandre-III – alle drei wurden anlässlich der Weltausstellung von 1900 errichtet.
Die Fassade, die fast 125 Meter lang ist, wird von einem monumentalen Portal mit einer Kuppel überragt. Diagonal gewundene ionische Säulen schmücken die Hauptfassade sowie den halbkreisförmigen Peristyl des Innenhofs. Die Dekoration wird durch zahlreiche Reliefs ergänzt.
Die Skulpturen an der Fassade sind:
„Die Stadt Paris schützt die Künste“, dargestellt durch eine sitzende Frau, die in ihrem linken Arm ein Schiff als Symbol für Paris hält und von den Musen umgeben ist. Dieses Werk stammt vom Bildhauer Jean-Antoine Injalbert:
rechts eine Gruppe, die „Die Seine und ihre Nebenflüsse“ von Maurice Ferrary darstellt;
links die Gruppe „Die vier Jahreszeiten“ von Louis Convers, mit jungen Frauen, die Ähren und Früchte tragen.
Charles Girault entwarf Innenräume, die ausschließlich durch natürliches Licht erhellt werden, und schuf so Glasdächer, durchsichtige Kuppeln und große Fensterfronten.
Um Ihren Besuch noch angenehmer zu gestalten, können Sie Folgendes nutzen:
den Innenhof, der die Besucher empfängt und ihnen eine entspannte Pause in dieser Oase der Ruhe und Kunst bietet.
das Café-Restaurant „Le Jardin du Petit Palais“. Durchgehend geöffnet von 10:00 bis 17:15 Uhr (letzte Bestellung um 17:15 Uhr, Terrassenschließung um 17:40 Uhr) sowie freitags bis 20:15 Uhr (letzte Bestellung um 20:15 Uhr, Terrassenschließung um 20:40 Uhr) bei den Abendöffnungen für Sonderausstellungen. Montags geschlossen.
Reservierung nicht möglich.
Museumsplan
Der Plan zur Orientierung im Museum ist mit Fotos der Galerien verfügbar oder hier klicken.