Crazy Horse Paris, eine weltberühmte Show, die man in der Nähe der Champs-Élysées sehen kann

Das Crazy Horse Paris ist ein berühmtes Pariser Varieté-Theater im Viertel Champs-Élysées. Es befindet sich in der Avenue George-V 12, an der Grenze zum „Goldenen Dreieck“, nur wenige Schritte von der Seine entfernt.

Ursprung des Varietés 1951 von Alain Bernardin gegründet, trägt das Crazy Horse den Namen des Sioux-Häuptlings Thašunka Witko, der ins Englische übersetzt und so in die Geschichte einging. Bei seiner Eröffnung sollte die Inneneinrichtung des Varietés von der amerikanischen Wildnis inspiriert sein und an eine Saloon-Bar der 1870er-Jahre erinnern. Damals lautete sein vollständiger Name „Crazy Horse Saloon“.

Das Konzept des „Crazy Horse Paris“ Am 19. Mai 1951 eröffnete Alain Bernardin das Crazy Horse Paris am rechten Ufer von Paris. Dort entwickelte er ein amerikanisch geprägtes Striptease-Programm, das Erotik mit hochgradig ausgefeilter Ästhetik verband. Die Shows des Crazy Horse wechselten sich mit traditionellen Varieté-Nummern ab (Charles Aznavour trat dort zu Beginn seiner Karriere auf), Zaubershows, Bauchrednerdarbietungen und mehr. Alain Bernardin entschied sich, jeder Tänzerin einen Künstlernamen zu geben. Einige von ihnen erwarben dadurch Bekanntheit, wie die Solistinnen Lova Moor (die er später heiratete), Rosa Fumetto, Polly Underground oder Diva Terminus.

Der Mythos des Crazy Horse entstand mit seinen Tänzerinnen, die mit falschen Wimpern, schwindelerregend hohen Stilettos, sichtbaren Brustwarzen, blutroten Lippen und quadratischen Perücken mit dem berühmten „Crazy-Horse“-Ponyfransen geschmückt waren.

Die Entwicklung des Pariser Varietés Am 21. September 2009 wurde die Show „Désirs“ uraufgeführt, konzipiert von Philippe Decouflé und Ali Mahdavi. Die Melodie des finalen Tableaus stammt von Philippe Katerine, das Plakat wurde von Hilton McConnico gestaltet. Vom 5. März bis 31. Mai 2012 gestaltete der Schuhdesigner Christian Louboutin die Inszenierung mehrerer Tableaus mit.

Im November 2013 schloss sich das Pariser Varieté mit der Marke Aubade zusammen, um eine exklusive Unterwäschekollektion zu kreieren: „My Crazy Collection“. Ab April 2017 präsentierte das Crazy Horse seine neue Show „Totally Crazy!“, die derzeit läuft. Unter der künstlerischen Leitung von Andrée Deissenberg und inszeniert von Stéphane Jarny („The Voice“, „Saturday Night Fever“, „Dessous Dessus“) vereint „Totally Crazy“ die prägendsten Kreationen des Pariser Varietés in einer einzigen Show. Die Show integriert eine Auswahl an Werken von Philippe Decouflé, Christian Louboutin, Chantal Thomass, Dita Von Teese & Ali Mahdavi. Gleichzeitig setzen sie in dieser neuen Produktion Maßstäbe und begrüßen erstmals in der Geschichte dieses legendären Varietés die „Crazy-Entertainer“ (Moderatoren). Das belgische Burlesque-Glamour-Duo „The Gentleman-Crooner“ George Bangable und seine „Diva-boudoir“-Partnerin Lolly Wish wurden ausgewählt. Sie empfangen und begleiten das Publikum von dessen Ankunft an mit Gesang und „Teasing“, schaffen eine einzigartige und herzliche Atmosphäre, die den roten Faden des Abends bildet und „Totally Crazy“ zu einer durchgehenden, unterbrechungsfreien Show macht.

Die Auswahl der Tänzerinnen des Crazy Horse Die aktuellen Tänzerinnen werden nach folgenden Kriterien ausgewählt: herausragende Tänzerinnen, Größe zwischen 1,66 m und 1,72 m, flacher Bauch, schöne Wölbung, kleine, hohe und feste Brust. Sie treten fünf- bis sechsmal pro Woche auf, mit zwei Vorstellungen pro Abend (manchmal sogar drei Abende hintereinander), und verdienen laut einigen Quellen netto etwa 2.000 Euro im Monat.

Die Shows des Crazy Horse im Ausland Zwischen 2001 und 2012 wurde anlässlich des fünfzigsten Jubiläums in Las Vegas (USA) im MGM Grand Hotel ein ähnliches Cabaret eröffnet. Dort wurde ein an das Pariser Original angelehntes Programm aufgeführt. Ein drittes permanentes Crazy Horse mit 450 Plätzen, das sich in Clarke Quay in Singapur befand – inklusive Bar, Restaurant und Boutique – öffnete am 1. Dezember 2005, schloss jedoch bereits am 31. Januar 2007 wieder, da die Besucherzahlen nicht den Erwartungen entsprachen. Neben der Show des Crazy Horse Paris tourt eine zweite Produktion unter dem Titel „Forever Crazy“ international (Genf, Madrid, London, Wien, Montreal, Moskau u. a.).

Andere Unterhaltungs- oder Showbetriebe, die den Namen Crazy Horse tragen, aber oft nur wenig mit dem ursprünglichen Pariser Konzept zu tun haben, gibt es oder gab es weltweit. Nur die Häuser in Singapur, im MGM Grand in Las Vegas sowie die bereits erwähnte Tournee können sich als Referenz des Pariser Crazy Horse bezeichnen.

Praktische Hinweise Die derzeit in Paris gezeigte Show heißt „Totally Crazy!“. Während der Vorstellung wird kein Essen serviert, aber Sie können vor oder nach der Show in einem der Partnerrestaurants des Crazy Horse speisen. Diese befinden sich alle nur wenige Meter vom Crazy Horse entfernt – die perfekte Gelegenheit für zwei Abende in einem! Eine gepflegte oder elegante Kleidung wird geschätzt. Vermeiden Sie Sportkleidung, -schuhe, Flip-Flops und Shorts im Sommer. 30 Minuten vor Beginn der Show gibt es einen musikalischen Empfang mit den eingeladenen Künstlern. Der Vorhang hebt sich pünktlich zur auf Ihrem Ticket / E-Ticket angegebenen Uhrzeit.