Club Automobile Français, Blick auf den Place de la Concorde, herausragende Gastronomie
Der Automobile Club de France (ACF) – seine Gründung
Der Automobile Club de France ist ein privater französischer Club, der am 12. November 1895 gegründet wurde und in zwei aneinandergrenzenden Stadthäusern untergebracht ist: dem Hôtel du Plessis-Bellière und dem Hôtel Cartier in der Place de la Concorde Nr. 6–8 im 8. Arrondissement von Paris. Eine sehr „englisch“ geprägte Führungsstruktur
Der Club, der ausschließlich Männern vorbehalten ist, wird von der Verwaltungsgesellschaft des Automobile Club de France (ACF) geleitet. Er ist der älteste Automobilclub der Welt. Lange Zeit frequentiert von reichen Aristokraten und Industriellen, zählt der ACF zu den exklusivsten Privatclubs der Hauptstadt – vergleichbar mit dem Tir aux pigeons, dem Polo de Paris, dem Siècle oder dem Jockey Club. Doch es handelt sich um einen „thematischen“ Club, dessen Ursprünge eng mit der Geschichte des französischen und sogar des weltweiten Automobils verbunden sind. Ziel des Automobile Club de France (ACF)
1898 organisierte dieser Verein die erste Automobilausstellung in den Gärten der Tuilerien in Paris. 1899 initiierte er auf Anregung von Paul Meyan und mit Unterstützung der Zeitung *Le Matin* die erste Tour de France automobile, die rückblickend als vierte Ausgabe des Grand Prix gilt. Die berühmte Prozession der Mi-Carême des Pariser Karnevals 1903, die von der Place de la Concorde ausging, wurde vom ACF organisiert. Die „Königin der Königinnen“ wurde in einem elektrischen Motorwagen „Le Triomphe“ von De Dion (im Jahr 1903!) befördert, und ihr Umzug wurde von prestigeträchtigen, eigens geschmückten Automobilen begleitet. Organisation des Automobile Club de France
Der Automobile Club de France wird von einem Präsidenten geleitet, der aus dem Kreis der Mitglieder gewählt wird und von weiteren Mitgliedern in den verschiedenen Gremien des ACF unterstützt wird. Der Präsident des „Cercle“, wie er intern genannt wird, wird von einem 24-köpfigen Exekutivkomitee gewählt, dessen Mitglieder wiederum von den Mitgliedern in einer Generalversammlung bestimmt werden. Arbeitsweise des Automobile Club de France
Der Club wird von einem Exekutivkomitee verwaltet und geleitet. Der Verwaltungsrat setzt sich zusammen aus dem Präsidenten des ACF, vier Vizepräsidenten und dem Generaldirektor für Automobilaktivitäten. Der „Cercle“ verfügt zudem über einen beratenden Beirat sowie mehrere Kommissionen (Finanzen, Innenpolitik, Sport, Spiele, Automobilaktivitäten etc.). Der ACF hat Gegenseitigkeitsabkommen mit zahlreichen ausländischen Clubs geschlossen (Royal Automobile Club London, Union Club New York, Jockey Club Argentinien u. a.). Der Automobile Club de France zählt 2.185 Mitglieder, allesamt Männer. Der ACF war einer der Pariser Gentlemen-Clubs, die in einer Zeit gegründet wurden, als der britische kulturelle Einfluss in Frankreich und weltweit noch sehr stark war. Heute bewahrt er seinen Geist und seine Regeln: hohe moralische Anforderungen an die Mitglieder, Kooptation, Geschlechtertrennung, Pflichtkleidung, Bedeutung von Kultur- und Freizeitaktivitäten sowie Vorrang des Gesprächs. Obwohl Frauen dem Automobile Club de France nicht beitreten können, dürfen sie als Ehefrauen an bestimmten Aktivitäten des Clubs teilnehmen. Aufnahme in den Automobile Club de France
Die Mitgliedschaft erfordert eine Patenschaft (2 Paten und 7 Unterzeichner). Ein 12-köpfiges, nicht namentlich genanntes Aufnahmekomitee prüft den Antrag und benennt einen Berichterstatter, der den Kandidaten zu Hause aufsucht. Der Kandidat wird anschließend von seinen beiden Paten begleitet, um vor dem Komitee ein Vorstellungsgespräch zu führen. Der Rat stimmt dann geheim ab, wobei eine ablehnende Stimme drei zustimmende Stimmen aufhebt. Die Aufnahme wird erst nach Zustimmung durch den Präsidenten endgültig. Seit jeher sind der französische Staatspräsident, der Fürst von Monaco und der König der Belgier von Amts wegen Mitglieder. Das Erbe des Automobile Club de France
Der Automobile Club de France besitzt das Hôtel du Plessis-Bellière und das Hôtel Cartier; die Clubräumlichkeiten liegen an der Place de la Concorde in Paris.
Die Fassade mit ihrem majestätischen Peristyl ist als historisches Denkmal eingestuft. Der ACF verfügt über eine Bibliothek mit fast 50.000 Bänden, ein von Gustave Eiffel entworfenes Schwimmbad, einen Fitnessraum, ein Theater, einen Kinosaal, eine Bar-Lounge, ein Restaurant, eine Dachterrasse sowie mehrere Salons. Die Fechthalle, eine der ältesten in Paris, ist noch in Betrieb (hier wurde die Internationale Fechtföderation im ACF gegründet). Der ACF besitzt zudem einen Luxus-Campingplatz, das Domaine des Naïades, in Grimaud im Var.
Dienstleistungen der Gastronomie des Automobile Club de France
Der Automobile Club de France bietet seiner Privatkundschaft (Unternehmen oder Privatpersonen) seine Expertise für die Organisation von Hochzeiten, Familienfeiern, Familienfesten oder beruflichen Veranstaltungen an. Mit Sälen von 20 bis 600 m² bietet dieser ideale Rahmen die Möglichkeit, hochwertige Events zu planen und zu gestalten, die Innenräume mit der Terrasse verbinden und einen atemberaubenden Blick auf die historischen Denkmäler dieses königlichen Platzes bieten. Die Vielfalt und Qualität der Säle ermöglichen die Organisation aller Arten von Aktivitäten: private Konzerte, Tanzabende, künstlerische, spielerische oder interaktive Aktivitäten – ganz nach Ihren Wünschen und Ihrem Sinn für Feiern. Unsere Teams von Küchenchefs und