Plakat von Erik Satie, französischem Komponisten und Pianisten sowie Wegbereiter

Ende des 19. Jahrhunderts lebte der Komponist Erik Satie in einem kleinen Raum, den er sein „Schrankzimmer“ nannte. Heute ist daraus ein kleines Überraschungsmuseum geworden, in dem man Partituren, Handschriften, eine Radierung von Picasso, Entwürfe für das Ballett *Parade* bewundern und seine *Gymnopédies* anhören kann.

Hinweis

Die *Gymnopédies* (vom altgriechischen Γυμνοπαιδία / Gumnopaidía) waren religiöse Feste, die im Juli in Sparta zu Ehren Apollons und zum Gedenken an die im Kampf der Champions gefallenen Krieger gefeiert wurden.

Nach der Lektüre von Gustave Flauberts *Salammbô* kam Erik Satie die Idee zu Klavierstücken, die von den Tänzen des antiken Griechenland inspiriert waren. Diese drei Werke, die während seiner Montmartre-Zeit entstanden, wurden zunächst von seinem Vater Alfred Satie veröffentlicht, erlangten jedoch erst 1910 wahren Erfolg, als sie von der jungen Generation französischer Komponisten und Interpreten entdeckt wurden.